Vom Schloss in Frankreich in die Grazia: Die Wahrheit hinter meinem Verlagsdebüt

Als ich 2020 mit zwei übervollen Koffern durch einen dichten Wald fuhr, hatte ich keine Ahnung, dass dieses alte französische Château einmal der Ursprung meines Verlagsdebüts werden würde. Eigentlich zog ich mitten in einer Pandemie in ein Land, dessen Sprache ich kaum beherrschte. Ich wollte ein Abenteuer und bekam ein prägendes Jahr, das mein Leben für immer verändern sollte.

Inside University entstand nicht als strategisches Projekt, ich nutzte keine Plotmethoden oder Plan, vielmehr war es eine Momentaufnahme dieses Lebensabschnitts. Das knarrende Holz der Flure, die Mischung aus internationalen Studierenden, die Stille des Waldes, das schillernde Paris – all das hat sich zu einer Geschichte verwoben, die größer wurde, als ich je erwartet hätte.

Es gab unzählige Überarbeitungen, Zweifel, Neustarts und Gespräche. Und es gab natürlich auch Absagen. Rückblickend bin ich genau dafür dankbar, denn jedes „Nein“ hat mich näher zu dem Ort geführt, der wirklich zu meinem Buch passt.

Wenn ich heute auf mein Verlagsdebüt Inside University zurückblicke, fühlt sich vieles noch immer surreal an. Dass die Grazia das Buch später als Sommerhit empfohlen hat, war einer dieser Momente, die man als Autorin nie vergisst. Aber bevor dieser Erfolg möglich wurde, begann alles an einem Ort, der beinahe zu märchenhaft war, um wahr zu sein: einem alten Schloss, umgeben von dichtem französischem Wald.

Ich lebte damals ein Jahr lang in diesem Château. Weit weg von Zuhause, mitten in einer Pandemie, in einem Land, dessen Sprache ich kaum sprach. Und doch war es genau dieser ungewöhnliche Mix aus Einsamkeit, Mut und völlig neuer Umgebung, der meine Kreativität wieder geweckt hat. Dort entstand die Idee für eine Geschichte, die später Leser*innen in ganz Deutschland mitgerissen hat.

Was viele von außen nicht sehen:
Ein Debütroman ist selten ein glatter Weg. Hinter Inside University liegen zahllose Überarbeitungen, Selbstzweifel, kleine Schritte nach vorn und manchmal große Schritte zurück. Es gab Monate, in denen ich nicht wusste, ob die Geschichte jemals ein Zuhause findet. Und genau deshalb bedeutet dieser Erfolg so viel.

Und genau hier liegt die Botschaft für dich — falls du selbst schreibst:

Manchmal entsteht das Wertvollste nicht in Momenten, in denen alles glattläuft, sondern in denen du einfach trotzdem weitermachst.
Auch wenn du keine perfekte Schreibroutine hast.
Auch wenn der Weg länger ist als geplant.
Auch wenn dir niemand garantieren kann, dass es funktioniert.

Ein Verlagsdebut ist nie nur ein Vertrag. Es ist ein Kapitel im eigenen Leben: voll von Arbeit, Hoffnung, Überraschungen, Absagen, Chancen — und manchmal eben auch einem Sommerhit, den man nie kommen sah.

Was ich aus diesem Buch gelernt habe

  • Inspiration findet dich oft dort, wo du sie nicht suchst.
  • Erfolg fühlt sich anders an, wenn du weißt, wie viel Mut und Arbeit dahinterstehen.
  • Und: Niemand kann vorhersagen, welches Buch die Menschen am Ende berührt.

Heute bin ich dankbar für jedes Detail dieses Weges, für das Team beim Zeilenfluss Verlag, für die Leser*innen, die Inside University so liebevoll angenommen haben, und für alle Nachrichten, Rezensionen und Fotos, die mich täglich daran erinnern, warum ich schreibe.

Wenn du selbst an einem Buch arbeitest oder von deinem ersten großen Schritt träumst, möchte ich dir etwas mitgeben:
Dein Weg muss nicht geradlinig sein, um am Ende irgendwo Großartiges zu landen.
Manchmal reicht ein Funke — oder ein altes Schloss in Frankreich.

Die Entstehungsgeschichte von „Inside University“

  • 2018: Mein erster Besuch in Paris und zack – ich bin verliebt! Nicht in einen Franzosen, sondern in die Stadt der Lichter.
  • 2019: Job gekündigt, Autor verkauft, alles gepackt: Ich ziehe ins Ausland!
  • 2020: Ich lebe für ein Jahr in der Nähe von Paris und habe diese Buchidee, die keine Literaturagentur interessiert. „Romantic Suspense? Dark Academia? Sowas will der deutsche Buchmarkt nicht.“
  • 2021: Ich verlasse Paris, aber irgendetwas zieht mich immer wieder zurück. Wie eine Geschichte, die noch nicht zu Ende erzählt ist.
  • 2022: Die angeblich ungewünschten Buchgenres erleben einen Hype und ich fürchte, nun zu spät mit meiner Geschichte dran zu sein.
  • 2024: Nachdem keine Agentur meine Geschichte wollte, schicke ich sie an zwei Verlage und beide sagen innerhalb von wenigen Wochen zu. Nach einigen Gesprächen entscheide ich mich für den Zeilenfluss Verlag. Er ist zwar kleiner, gibt mir aber mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten und ich fühle mich super aufgehoben. Die Dilogie erscheint noch im gleichen Jahr und es gibt Signieraktionen zu beiden Büchern.
  • 2025: Die Grazia empfiehlt die „Inside University“ als Sommerbuchhit. Ich besuche Paris erneut und darf dabei das neue Hörbuch zur Geschichte hören.
  • 2026: Noch darf ich es nicht verraten, aber auch im neuen Jahr wird es zwei sehr coole News geben!

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2 Comments
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    Dezember 15, 2025

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