Island Rundreise: Von Gletschern, geheimen Lagunen und kulinarischen Highlights

Wenn man ans Paradies denkt haben die meisten Menschen automatisch weiße Sandstrände, Palmen und warmes Wetter vor Augen. Island hingegen hat schwarze Strände, einen ausgewachsenen Baum findet man nur auf gut Glück und es ist eisigkalt. Es ist das genaue Gegenteil des herkömmlichen Paradieses und doch könnte es nicht schöner sein. Denn Island ist das Land der Geysire und Gletscher. Es gibt heilende Thermalquellen, eine Vielzahl an Wasserfällen, atemberaubende Vulkane und wohl keinen erholsameren Ort auf Erden. Diese Ruhe. Diese Schönheit der Natur erfüllt einen mit so viel Liebe und Respekt für unsere Erde. Es ist ein magischer Ort. Beinähe könnte man glauben, man wäre in ein Märchen abgetaucht, wenn man die Naturwunder bestaunt und sogar an winzigen Elfenhäusern vorbeiläuft. Es  ist einer dieser seltenen Orte, die man selbst gesehen haben muss, um die wahre Schönheit zu erkennen, denn kein Bild wird sie je gänzlich einfangen können.

Heute lasse ich Euch an meinen Reiseerlebnissen teilhaben. Wie immer gibt es die besten Essenstipps, meine Roadtrip-Route und als Highlight verrate ich euch, welche geheimen Lagunen wirklich einen Besuch wert sind.

Reisezeit
Zu allererst einmal hängt die Planung einer Islandreise eher stark von der Jahreszeit ab. Im Sommer wird das Land ein gänzlich anderes sein, als im Winter. Man sollte sich also gut überlegen, ob man seinen Fokus auf winterbezogene (Sport)arten legt und sich lieber auf den Besuch von Lagunen, und Gletschern konzentriert.  Eins ist klar, Island ist so vielfältig, dass sich ein Besuch in jeder Jahreszeit lohnen würde – wenn es doch bloß nicht ein so preisintensives Reiseland wäre!
Bei der Wahl der Reisezeit ist zudem zu beachten, dass Island stets von vielen Touristen besucht wird und man selbst in den Nebensaisons frühzeitig seine Reiseroute festlegen sollte. In Island ist es nicht ratsam sich spontan eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen, da viele weit im Voraus ausgebucht sind. Andernfalls ist man vielleicht gezwungen im Auto zu übernachten, was außerhalb des Sommers nun wirklich keine gute Idee ist – denn wie sagt man so schön: sie nennen es nicht ohne Grund (E)Island (im Englischen Iceland). Die touristischen Hochzeiten sind die Sommer- und Wintermonate, aber selbst Anfang November, als ich in Island gewesen bin, war es notwendig, die Route des Roadtrips im Voraus zu planen.Mit Spontanität kommt man in Island nicht weit.

Das Wetter
Egal, wann ihr nach Island gehen möchtet, eins sei gesagt: Es ist eisekalt! Die Insel ist so nah am Meer, dass man überall eine frische Brise spüren kann und selbst wenn die Temperaturen anzeigen, dass es um die 5 Grad warm ist, so fühlt es sich an wie minus 5. Auch im Sommer heizt Island sich kaum auf. Ich rate euch also besser warme Kleidung einzupacken. Der Zwiebellook wird euer neuer bester Freund auf einer Islandreise.

Nordlichter
Island ist für mich ein magisches Land und ich muss zugeben, dass ich wirklich traurig war, als wir nach einer Woche das Land verließen, ohne die Nordlichter gesehen zu haben. Manchmal hat man schon am ersten Abend Glück, manchmal dauert es eine Weile. Was ich empfehlen kann, ist sich eine Nordlicht-App herunterzuladen. Diese zeigt an, an welchen Orten sich zu welchen Zeiten vorraussichtlich Nordlichter zeigen werden, sodass man gezielt auf die Suche gehen kann. 

Die Route für den Weg
Bei der Planung der Roadtrip-Route sollte man die Saison im Auge behalten. Während man im Sommer vielleicht die ganze Insel innerhalb einer Woche umfahren kann, wird es im Winter viel früher dunkel und die Straßen sind nicht immer leicht zu befahren.  Wir waren im November für knapp eine Woche da und beschlossen uns erstmal auf die südliche Halbinsel zu konzentrieren. So konnten wir für die einzelnen Orte mehr Zeit einzuplanen, um diese in Ruhe zu genießen.

TAG EINS: Flughafen Keflavik – Rejkjavik

Wir kamen am Nachmittag in Keflavik am internationalen Flughafen an und das erste, was wir taten, war unseren Mietwagen abzuholen. Wir brauchten 45 Minuten, um nach Rejkjavik zu fahren. Rejkjavik ist die Hauptstadt Islands und die Stadt, in der mit Abstand die meisten Einwohner leben. Auch wenn es die größte Stadt des Landes ist, hat sie das Flair eines kleinen Ortes. Ich habe mich sofort schockverliebt! Überall gibt es süße kleine Cafés, Kunstgalerien und der Einrichtungsstil und die Architektur der Gebäude haben mich dazu gebracht, verträumt durch die Straßen zu laufen. Wäre es nicht so kalt gewesen, dann hätte ich einfach stundenlang ohne Ziel umher schlendern können. In Rejkjavik gibt es auch viel Streetart und man kann nachts auch ungetrost alleine durch die Straßen laufen. Denn es ist das sicherste Land der Welt. Funfact: Deutschland ist im Vergleich dazu nur auf Platz 16.

Es sei noch zu erwähnen, dass alle Tipps in diesem Beitrag auf meiner eigenen Meinung und eigenen Erfahrungen basieren. Ich habe wurde für keinen von ihnen bezahlt und habe auch keinen Rabatt oder eine kostenlose Probe/Übernachtung erhalten. Die Tipps dienen lediglich dazu euch eine leichtere Orientierung im Land zu ermöglichen.
 

Rejkjavik Tipps:

Übernachtung

  • Das Gasthaus liegt sehr zentral in der Nähe des Stadtzentrums. Wir übernachteten dort für zwei Nächte und es war eine schöne Atmosphäre mit sauberen Zimmern und einem tollen Frühstück. Es gibt nur eine handvoll Zimmer, was einen persönlicheren Umgang fördert. Die Besitzerin war sehr freundlich und unkompliziert.

Leckeres: 

  • Bergsson Mathús hat ein tolles Frühstück und ist ziemlich nah am ältesten Parlament der Welt dem Althing
  • Baejarins Beztu Pylsur & the hot dog house
    Das Baejarins Beztu Pylsur ist bekannt dafür den besten Hotdog Europas zu haben. Hotdogs sind in Island ziemlich beliebt und so probierten wir einige, aber mein Favorit war ganz klar das Hot Dog House. Es ist ganz in der Nähe meiner Lieblingsbar und am besten holt ihr euch einen Hotdog auf dem Heimweg. denn nach ein zwei Bieren schmecken sie noch viel besser!
  • Hlemmur mathöll ist ein alter Busbahnhof, der in eine Markthalle umgebaut wurde. Feinschmecker werden die Auswahl lieben und neben Craft Bier gibt es hier auch ausgezeichnete Cocktails.
  • Fish & Co ist eine Streetfood-Empfehlung, die es in sich hat. Der kleine Waggon befindet sich vor der Skuli Craft-Bar. Hier findet ihr mit Abstand den besten Kabeljau angebraten mit frischem Gemüse. Für die isländischen Preise und vorallem die gute Qualität ist es ziemlich preiswert. Einziges Manko ist die Wartezeit. Es dauert bis zu 15 Minuten, bis das Essen fertig ist. Plusppunkt wiederum ist der Koch. Er ist nicht nur super lustig und offenherzig, sondern gibt den Wartenden gerne Insidertipps. Definitiv einer meiner Geheimtipps, um einen super Snack zu bekommen.
  • Das Cafe Babalu ist widerum ein großartiger Ort für eine heiße Schokolade, ein Stück Kuchen oder ein nettes Gespräch mit dem Besitzer.

Drinks:

  • Die Microbar ist ein cooler Ort für Bierliebhaber. Sie haben eine Bierverkostung, bei der man zehn verschiedene Biersorten auswählen kann und ein kleines Glas von allen bekommt. Bei all den leckeren Sorten fällt es nur schwer aufzuhören, bevor man alle verköstigt hat.
  • Die Skuli Craft Bar ist direkt um die Ecke von der Microbar und ein weiterer guter Ort, um eine Bierverkostung zu machen. Die gemütliche Atmosphäre der Bar hat mir total gut gefallen. Die Bierverkostung umfasst hier übrigens „nur“ 8 verschiedene Biersorten und eignet sich auch gut, um die isländische Biervielfalt kennenzulernen.

Funfact: Normalerweise bin ich nicht so die große Biertrinkerin, aber die Bierverkostungen haben mir so viel Spaß gemacht, dass ich letztlich 28 verschiedene isländische Biere ausprobiert habe.

TAG ZWEI: Rejkjavik – Golden Circle
An unserem zweiten Tag in Island machten wir einen Tagesausflug in den sogenannten goldenen Kreis. Zugegebenermaßen bekam die Route ihren glamourösen Namen vor allem aus Marketinggründen, da man im Golden Circle viele Sehenswürdigkeiten findet.

Beste Spots:

  • Nationalpark Thingvellir besonders schön in den wärmeren Monaten
  • Gulfoss ist ein Gletscherwasserfall und war mein absolutes Highlight der ganzen Island-Reise. Noch nie zuvor habe ich einen so großen und überwältigenden Wasserfall gesehen. Es hatte geradezu etwas magisches, das Zusammenspiel aus geballter Wasserflut und gefrorenen Flächen zu beobachten. Große Liebe!
  • Der Geysir widerum war nur wenige Minuten mit dem Auto entfernt und es ist echt beeindruckend, wie nah sich diese beiden Gegensätze befinden. Die ausbrechenden Wasserfontänen sind faszinierend zu beobachten und das Gebiet eignet sich gut für einen längeren Spaziergang.
  • Der Kerid Crater Vulkan ist ein weiterer toller Ort für einen Spaziergang. Wenn man den ganzen Weg hinunter zum Vulkan geht, gibt es sogar eine Bank, auf der man sitzen kann, um die schöne Aussicht zu genießen.
  • Die Secret Lagoon ist wahrscheinlich die Lagune, die ich am meisten in Island empfehlen würde. Da die Lagune, wie ihr Name schon verrät geheim ist, ist sie bei weitem nicht so groß und touristisch wie z.B. die blaue Lagune. Die Atmosphäre ist entspannt und es ist eine jener Lagunen, in die Einheimische fahren. Mal abgesehen davon hat sie auch den Vorteil wesentlich preiswerter zu sein als die berühmte blaue Lagune. Interessierten empfehle ich die Tickets einen Tag vorher zu buchen, um eventuelle Wartezeiten zu vermeiden. Wir haben dort ein paar Stunden verbracht und uns danach wie neu geboren gefühlt. Definitiv ein Ort, den ich immer wieder und wieder besuchen würde.

Leckeres:

  • Fjorubordid ist ein Restaurant, das etwa 40 Minuten von Rejkjavik entfernt ist und sich in einem kleinen Dorf neben dem Meer befindet. Wir besuchten es im Anschluss an unseren entspannen Aufenthalt in der Secret Lagoon und waren regelrecht begeistert von den leckeren Speisen. Besonders bekannt ist das Restaurant für seine Suppe, denn hier bekommt man mit Abstand die beste Hummersuppe aller Zeiten! Das ist ein absolutes Muss für Feinschmecker und Gourmetfans.

TAG DREI: Rejkjavik – Grundarfjördur
Wale gehören zu meinen absoluten Lieblingstieren und so ist es einer meiner größten Wünsche einen freilebenden Orca im Ozean schwimmen zu sehen. Wir haben gehört, dass es eine kleine Bucht im Norden Islands gibt, in welche eine Orca-Familie kommt, um Fische zu fangen. Also entschieden wir uns am dritten Tag nach Norden zu fahren. Doch bevor wir an unserem Ziel ankamen, entschied mein Freund einfach mitten im Nirgendwo die Hauptstraße zu verlassen und eine Pause einzulegen. Er bog auf einen holprigen Pfad, der nach einigen Minuten endete. Er parkte das Auto und ich folgte ihm eher skeptisch. Keine Menschenseele, flaches breites Land. Was wollte er bloß hier wunderte ich mich. Und genau in dem Moment, in dem ich ihn bitten wollte, umzudrehen und zurück zum Auto zu laufen, erblickte ich unser Ziel. Eine der besten versteckten Lagunen in Island: Landbrotalaug.

Beste Spots:

  • Landbrotalaug ist eine versteckte Lagune mitten im Nirgendwo und die hätte wirklich den Namen Geheim(tipp) verdient
  • Snæfellsnes Peninsula ist übrigens der Ort, an dem man mit ein wenig Glück Wale vom Ufer aus sehen kann
  • Kirkjufellsfoss ist wahrscheinlich einer der meistfotografierten Flecke Islands und einige von euch kennen den Berg mit Sicherheit aus der Serie Game of Thrones.

Wir übernachteten in Grundarfjördur, einem winzigen Ort, in welchem es nicht viele Essens- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Übernachtung

  • Das Hotel Arnarstapi besteht aus kleinen Blockhöusern mit gemütlichen Betten und einer großen Fensterwand. Je nach Blickrichtung kann man so aus seinem Bett ganz bequem die Nordlichter betrachten. Besonders gut hat mir auch das Frühstücksbuffet mit frisch gebackenem Brot gefallen.

Leckeres

  • Das Arnastapi Hotel verfügt über ein eigenes Restaurant mit delikaten Speisen und einer kleinen Bar, an welcher man vor dem Schlafen gehen noch einen Absacker trinken kann
  • Fish & Chips befinden sich direkt auf der anderen Straßenseite des Hotels und sind mit einem kurzen Fußweg gut zu erreichen. Nachdem der langen Fahrtzeit war uns eher nach einer lockeren Atmosphäre als einen schicken Restaurant und so entschieden wir uns für den frisch zubereiteten Fisch. Große Liebe! Eindeutig die besten Fish & Chips, die ich je hatte.

TAG VIER: Grundarfjördur-Vik

Bevor wir die viertsündige Fahrt nach Vik starteten, packten wir ein paar Snacks, um für die endloslangen Straßen vorbereitet zu sein. Denn in Island weiß man nie, wann man den nächsten Supermarkt findet. Im Sommer kann man unterwegs einige Wanderungen unternehmen (wie zum Beispiel Fimmvörðuháls) oder wieder in Rejkjavik Halt machen, aber wir sind direkt in den Süden der Insel gefahren. In diesem Teil der Insel sollte man auf den Straßen vorsichtig sein, da es viele Steinchen gibt. Einige von ihnen beschädigten unsere Windschutzscheibe, was der Grund ist, warum ich IMMER eine zusätzliche Windschutzscheibenversicherung in Island empfehlen würde, denn ohne diese könnte ein kleines Loch teurer werden als die gesamte Reise. Denn ja, Island ist verdammt teuer und bei Reparaturarbeiten wir man schnell übers Ohr gehauen. Wieso auch nicht, man hat auf der Insel ja nicht gerade viele Alternativen.

Leckeres

  • Smidjan brugghus, das ist die richtige Anlaufstelle, wenn man Lust auf einen herzhaften Burger und Craft-Bier hat. Einige Biersorten werden hier sogar frisch gebrauht und man kann eine Bierrunde mit verschiedenen Sorten bestellen.
  • The Soup Company ist eher ein kleines Bistro mit wenig Auswahl, dafür jedoch sehr beliebt bei den Einheimischen. Ich empfehle die Lavasuppe, die in einem Bortlaib kommt und ziemlich cool aussieht.
  • Halldorfskaffi ist das Restaurant, welches wir in unserer ersten Nacht ausprobiert haben. Kein Muss, aber falsch machen kann man hier auch nichts. Man kann zwischen Nudeln, Pizza und einigen Sandwiches wählen.
  • Das Restaurant Drangar ist hingegen eher für Feinschmecker. Die Speisen sind hochpreisiger, dafür wird einem eine entspannende Atmosphäre und köstliches Essen geboten.

Übernachtung

  • Das Kria Hotel ist ein modernes Hotel mit netten Ambiente. Wir haben uns dort absolut wohl gefühlt. Der Service ist der zuvorkommend und freundlich und das Hotel ist gut gelegen, um den Ort zu erkunden. Wir übernachteten hier für zwei Nächte.

TAG FÜNF: Vik – Diamond Beach

Am nächsten Tag machten wir einen Tagesausflug zum größten Gletscher Europas. Der Vatnajökull bedeckt 13% Islands und ist wirklich beeindruckend anzusehen. Auf der Straße trafen wir auf einen Backpacker, der bei regnerischem Wetter spazieren ging, also boten wir ihm eine Fahrt in die nächste Stadt an. Dies war definitiv einer meiner liebsten Reisemomente. Neue Leute zu treffen, mich mit ihnen auszutauschen und ihre Geschichten zu hören. Ja sich mit Fremden verbunden zu fühlen, weil man dieselbe Reiseliebe empfindet, dass ist immer wieder aufs Neue schön.

Beste Spots:

  • Der Jökulsarlon-Gletscher war eines meiner Reisehighlights und ich hätte stundenlang durch die Gegend laufen und ihn von allen Seiten betrachten können  – wenn es doch bloß nicht so kalt gewesen wäre, versteht sich.
  • Der Diamond Beach (deu.: Diamantenstrand) liegt in der Nähe des Jökulsarlon und ist definitiv das coolste für einen Fotoliebhaber. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Sandstrand und den weißen Eisbergen ist surreal anzusehen, geradezu magisch und etwas, das man bei Lebzeiten nicht wieder vergessen wird.
  • Dyrhólaey ist ein Leuchtturm in Vik, der in einer wunderschönen Umgebung steht. Vor allem wenn man den Kontrast zur Gletscherregion sieht, kommt einem das leuchtende Grün der Landschaft einfach nur wunderschön vor. Je nach Wetterlage kann man hier gut ein Picknick mit einem tollen Blick auf das Meer machen oder einfach nur am Strand spazieren gehen.
  • Seljavallalauf ist ein weiteres tolles Schwimmbecken, welches wir jedoch leider verpasst haben. Aber die Bilder, die ich gesehen habe, sahen so idyllisch aus, dass ich auf meiner nächsten Island-Reise auf jeden Fall dorthin fahren möchte.

 

TAG SECHS: Vik – Kevlavik
Nachdem wir wieder in Vik übernachtet hatten, packten wir unsere Rucksäcke und verließen das Hotel früh morgens. Denn wir wollten den Sonnenaufgang am schwarzen Sandstrand betrachten. Ehrlich gesagt waren wir etwas überrascht, wie viele Leute die gleiche Idee hatten und fanden heraus, dass es ein beliebter Ort für Sonnenaufgangs-Fotografen ist. Doch zum Glück ist der Strand ja groß genug, dass man den übrigen Touristen leicht aus dem Weg gehen kann und trotzdem ein idyllisches Plätzchen für sich findet. Auf dem Rückweg nach Rejkjavik hielten wir wieder für einige Sehenswürdigkeiten und viele Wasserfälle an.

Beste Spots:

  • Reynisfjara ist ein wunderschöner schwarzer Sandstrand mit riesigen Gesteinsformationen.
  • Skogafoss ist ein beeindruckender Wasserfall. Das Coolste ist, dass man hinter den riesigen Wasserfall laufen kann. Das gesamte Gebiet ist einen Besuch wert, den man findet auch einige versteckte Wasserfälle in Felsformationen, die einem den Atem rauben werden und wir hatten sogar Glück mit einem wunderschönen Regenbogen.
  • Die blaue Lagune ist die berühmteste Lagune Islands und wir haben uns entschlossen, unsere Islandreise mit einem Besuch dort zu beenden. Es ist auf jeden Fall ein cooler Fotospot, aber ziemlich teuer und überladen mit Touristen. Einheimische wird man hier definitiv nicht finden. Ich persönlich konnte die anderen Lagunen viel mehr genießen, aber die blaue Lagune ist so riesig und beeindruckend, dass sie schon einen Besuch wert ist. Denn das milchigblaue Wasser sieht aus, als sei es aus einem Märchen entsprungen.

Wir beendeten unseren Tag mit einem Abendessen in Rejkjavik, um noch einmal das Flair, dieser schönen Stadt zu genießen. Danach fuhren wir nach Keflavik, ein winziger Ort, welcher etwa 45 Minuten entfernt liegt.

TAG SIEBEN: Keflavik – Keflavik Flughafen
Da unser Rückflug ziemlich früh war, entschieden wir uns, die letzte Nacht in Keflavik zu verbringen, um am letzten Morgen nicht ganz so früh aufstehen zu müssen. An und für sich eine super Idee, allerdings kann ich euch unsere Unterkunft keinesfalls empfehlen. Es war das einzige Hotel in dem ich mich nicht wohl gefühlt habe. Wirklich sehenswert ist Keflavik nicht.

So das waren nun meine Islanderlebnisse. Ich hoffe, meine Tipps helfen dem ein oder anderen von Euch bei der Planung einer eigenen Island-Reise. Über einen Kommentar würde ich mich super freuen und bin gespannt auf Reiseaufnahmen von Euch auf Instagram. Gerne könnt ihr mich markieren, denn Reisefotos schaue ich mir am allerliebsten an. Lasst uns unsere Reiseliebe gemeinsam feiern!

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4 comments

  1. WOW, was für wunderwunderschöne Bilder und so ein toller und ausführlicher Reisebericht, ich möchte so unglaublich gerne einmal nach Island reisen, das steht sehr weit oben auch meiner travel bucket list UND ein absoluter Lebenstraum ist es, einmal Nordlichter zu sehen. Ich wünsche dir eine ganz fabelhafte neue Woche, alles Liebe und allerliebste Grüße, x S.Mirli
    https://www.mirlime.com

    1. Hey liebe Mirli, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gerade über deinen Kommentar gefreut habe! Vielen Dank für deine lieben Worte 🙂
      Island war echt wunderschön, auch wenn ich leider keine Nordlichter finden konnte. Aber hey man sagt ja bekanntlich, dass man beim Reisen immer noch etwas übrig lassen soll um eines Tages zurückzukeren 😉
      Ich hoffe, du hattest einen guten Wochenstart

  2. Oh wie schön! Ich bin total neidisch, denn Island zu bereisen,ist schon seeehr lange ein Traum von mir 🙂
    Deine Einleitung hat mir total gefallen, das Land der totalen „Paradies-Standard-Vorstellung“-Gegensätze aber eines, in dem man die Schönheit der Natur zu schätzen lehrt – mega 😀
    Liebste Grüsse
    Janine von https://www.vivarubia.com/

  3. Liebe Janine, Island ist wirklich traumhaft schön und für mich ein ganz magischer Ort. Ich drücke dir die Daumen, dass du die beeindruckende Insel auch einmal bereisen darfst! Einen wunderschönen Wochenstart wünsche ich dir 🙂

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